Die unendliche Geschichte eines Traumes. Aus dem Leben eines Senior Entwicklers.

Die unendliche Geschichte eines Traumes.
Aus dem Leben eines Senior Entwicklers.

Chris Adkins, aufgewachsen in Minnesota (USA), geht seinen Weg. Einen Weg, der sich bereits in seiner Kindheit abzeichnete. Der ihn zu seinem Traumjob führen soll: Spieleentwickler. Aber der Weg dorthin ist steinig, von einigen Überraschungen geprägt. Und der 34-Jährige ist noch nicht am Ende angekommen. Doch seine unendliche Wissbegier, seine Neugierde und sein Perfektionismus werden ihn schlussendlich zum Traumjob führen. Da ist er sich sicher. Auch wenn die eine oder andere Umleitung auf ihn wartet.
„Mit 6 Jahren hatte ich meinen ersten Nintendo. Und einen Plan: Ich will selbst Spiele entwickeln.“ „

„Mit 6 Jahren hatte ich meinen ersten Nintendo. Und einen Plan: Ich will selbst Spiele entwickeln.“

Ein 6-Jähriger beschließt, Spieleentwickler zu werden. Ja klar, werden Sie jetzt bei sich denken. Während in diesem Alter Kinder davon träumen, Polizist, Fußballprofi, Pilot oder Müllmann zu werden, taucht der kleine Chris in die Welt der Elektronik ein. Ist das glaubhaft? Ja, ist es. Denn verfolgt man seine Vita, sein frühzeitiges und kontinuierliches Interesse an der IT-Welt, wird die Stringenz seines Tuns deutlich. Er hatte keinen Spleen, er hatte einen Plan.
„Dad war begeistert: Meinen ersten PC habe ich erst einmal auseinander gebaut.“

„Dad war begeistert: Meinen ersten PC habe ich erst einmal auseinander gebaut.“

Neugierde als Antriebskraft, unter diesem Motto steht das Leben dieses Computer-Nerds. Denn wer mit 8 Jahren seinen PC auseinander nimmt, um zu verstehen, wie der funktioniert, erhält nicht nur Beifall. Besonders Dad war nicht gerade amused, ob der Wissbegier seines Sohnemannes. Aber der Anpfiff hielt sich in Grenzen. Vielleicht ahnte der Vater schon, dass hier ein technisches Talent heranwächst.
„For Dummies: Ich habe die Bücher verschlungen.“

„For Dummies: Ich habe die Bücher verschlungen.“

Den Wissensdurst stillen. Was heute oft über Hackathons, Meet-ups, Webinare und E-Learning-Plattformen geschieht, ging früher oftmals nur analog. Bücher zum Anfassen, ein haptisches Erlebnis, das Youngster fast nicht mehr kennen. Der junge Chris hat Ende der 90-iger Jahre die „For Dummies“-Buchreihe geliebt, inzwischen aber digitale Wege eingeschlagen. Er präferiert unterschiedliche E-Learning-Modelle für seine Weiterbildung. Für ihn als dreifacher Familienvater mit festem Job eine flexible und erfolgreiche Methode, um immer State of the Art zu bleiben.

Ratgeber für IT-Spezialisten: "Hackathons und Co.: Trends für die moderne Weiterbildung"


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„Studium der Computer Science: auch ohne Abschluss viel gelernt.“

„Studium der Computer Science: auch ohne Abschluss viel gelernt.“

An der High School galt Chris mit seinem Faible für Computer und Gaming als Nerd. Und so wunderte es niemanden, dass er nach seinem Abschluss mit dem Studium der Computer Science startete. Gerne redet er nicht über diese Zeit, schließlich ist er Perfektionist und knabbert noch immer ein bisschen daran, damals keinen Abschluss gemacht zu haben. Dennoch: Es waren keine zwei verlorenen Jahre. Dafür hat ihm das Studium zu viel Spaß gemacht und er hat für den weiteren Weg enormes Wissen angesammelt.
„Combat Action Badge: in den USA der Bringer, hier eher unbekannt.“

„Combat Action Badge: in den USA der Bringer, hier eher unbekannt.“

Auszeichnungen, auch Badges genannt, können bei Bewerbungen elementares Entscheidungskriterium sein. Wenn es die richtigen sind. Passend für die Jobdescription und natürlich bekannt beim Gegenüber. Chris wurde während seiner vierjährigen Zeit in der US Army mit dem „Combat Action Badge“ für seine herausragenden Leistungen als IT-ler unter enormer Stresseinwirkung ausgezeichnet. In den USA ist dieser Badge bei Bewerbungen ein echtes Pfund, hier in Deutschland können ihn die meisten Personalentscheider aber nicht wirklich einordnen. Deshalb sein Tipp an die IT-Kollegen: Zielführende Weiterbildungen machen und immer darauf achten, dass die angestrebten Badges und Zertifizierungen zum Berufsziel passen.
„Aus Liebe bin ich in Deutschland geblieben und habe meinen Traum weiter verfolgt.“

„Aus Liebe bin ich in Deutschland geblieben und habe meinen Traum weiter verfolgt.“

In Deutschland stationiert, lernt Chris seine große Liebe kennen. Und dann geht alles ganz schnell. Er verlässt die Army, heiratet und beginnt seine Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Drei Jahre später hat er einen Job als Entwickler. Noch nicht in der Spieleindustrie, aber der erste Schritt ist getan. Und der zweite folgt zugleich. Denn zielstrebig setzt er auf Weiterbildung und macht während seines Jobs ein Fernstudium zum Bachelor of Science in Game Design. Jetzt ist er für die Spieleindustrie gewappnet, denkt er.

Interview: 
Heutige Weiterbildung in der IT. Tipps von Sergey Rysev, CIO GULP


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„Drei Kinder, Haus, Auto: Das will finanziert werden. Und ich habe mich von Gehaltsstatistiken täuschen lassen.“

„Drei Kinder, Haus, Auto: Das will finanziert werden. Und ich habe mich von Gehaltsstatistiken täuschen lassen.“

Das Gehaltsgefüge bei Spieleentwicklern ist nicht gerade harmonisch. Ein paar wenige verdienen richtig gut, aber das Gros arbeitet eher für ein symbolisches Gehalt. Für einen Familienvater mit drei Kindern und Häuslebauer keine rosigen Aussichten. Gehaltsstatistiken mit Durchschnittswerten hatten Chris in die Irre geführt. Denn die Großverdiener haben den Schnitt stark nach oben getrieben. Umdenken ist angesagt. Neues Ziel: vom Entwickler zum Producer in der Spieleindustrie.
„Veraltete Technologien am Arbeitsplatz gehen gar nicht. Da bin ich dann mal weg.“

„Veraltete Technologien am Arbeitsplatz gehen gar nicht. Da bin ich dann mal weg.“

Gehalt ist nicht alles. Ein top ausgestatteter Arbeitsplatz mit moderner Technik ist gerade für Entwickler ein entscheidender Faktor für den Spaß am Job. Sie sind ständig auf der Suche nach der optimalen Lösung. Da muss das Handwerkszeug stimmen. Sonst treten Frustrationen auf und die Suche nach neuen Herausforderungen, sprich einem neuen Arbeitgeber, beginnt. Da tanzt Chris nicht aus der Reihe. Auch er wechselte schon einmal seinen Job aus genau diesem Grund. Er verdient jetzt zwar nicht mehr, aber die technischen Voraussetzungen haben ihn einfach überzeugt. Und, um bei der Wahrheit zu bleiben, stieg er auch auf der Karriereleiter ein paar Stufen höher. Denn als Senior Entwickler mit Aussicht auf eine Teamleiterposition kommt er seinem Ziel als Producer immer näher.
„Ohne Eigeninitiative kommst du nicht weiter.“

„Ohne Eigeninitiative kommst du nicht weiter.“

Die IT-Welt ist schnelllebig. Neue Entwicklungen, neue Techniken, neue Programme. Da muss sich ein Entwickler ständig auf dem Laufenden halten, um up to date zu sein. Chris hatte schon immer Spaß, Neues auszuprobieren und zu experimentieren. Als HTML5 auf den Markt kam, hat er das Handbuch studiert und über eine E-Learning-Plattform gleich seine Zertifizierung gemacht. Und auch PHP hat er sich eigeninitiativ angeeignet. Für seinen Job war es nicht gefordert, aber die Neugier hat ihn getrieben. Und wie es der Zufall so will: Zwei Wochen nach Beendigung seines PHP-Studiums kann er sein Wissen in seinem Job anwenden. Und Punkte bei seinem Arbeitgeber sammeln.

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„Irgendwann will ich meinen Namen in den Credits eines Computerspiels lesen.“

„Irgendwann will ich meinen Namen in den Credits eines Computerspiels lesen.“

Umdenken war angesagt. Aber die Spieleindustrie lässt ihn nicht los und mit einem Auge schielt er immer wieder mal zu „Blizzard“, einem der renommiertesten Unternehmen in der Branche. Und vielleicht lesen wir irgendwann mal seinen Namen in den Credits eines Computerspiels. Producer: Chris Adkins.