ENGINEERING

Mit agilen Methoden Engineering-Projekte beschleunigen

28.01.2019 - Dominique Stroh - Min. Lesezeit

Die meisten leitenden Entwicklungsingenieure kennen das: Budgeteinsparungen und knappe Zeitvorgaben sind häufige Stressursachen bei der Projektarbeit. Um dennoch bei komplexen Vorhaben im Engineering die hohen Qualitätsansprüche zu erfüllen und optimale Ergebnisse zu erzielen, ist der Einsatz agiler Methoden wie Scrum und Kanban ein effektiver Weg aus diesem Dilemma.

Die Kombination aus engen Zeitvorgaben, niedrigem Budget und hohen Erwartungen an das Endprodukt stellen leitende Entwicklungsingenieure immer wieder vor große Herausforderungen. Müssen parallel noch Entwicklungen aus anderen Abteilungen koordiniert werden, verläuft ein Projekt nur selten wie geplant.

Aber wie lässt sich dieser Konflikt lösen oder welche Methoden helfen dabei, die vorgegebenen Ziele zu erreichen und dabei trotzdem flexibel zu bleiben? Moderne Organisationsmethoden vermindern den Stress und verhindern zugleich die Überlastung des Teams.

Agile Methoden nutzen

Als die populärsten und erfolgreichsten Organisationsmethoden für ein agiles Arbeiten haben sich „Kanban“ und „Scrum“ etabliert. Im Wesentlichen unterscheiden sie sich in der Anzahl ihrer Regeln und Vorgaben. Während sich Kanban sehr frei gestalten lässt, legt Scrum einen genau definierten Prozess zugrunde. Obwohl dieser klaren Regeln unterliegt, kann dennoch flexibel auf sich verändernde Anforderungen reagiert werden.

Der wesentliche Vorteil beim Einsatz agiler Arbeitsmethoden ist, dass trotz gleicher Anzahl der Mitarbeiter nur durch die Änderung der Arbeitsprozesse die Produktivität deutlich steigt.

Die Unterschiede

Scrum wird für Ingenieure immer wichtiger. Neue Engineering-Methoden wie integrierte Entwicklung, Simultaneous Engineering und virtuelle Produktabsicherung erlauben und erfordern es, Projekte in Teile aufzuteilen und frühzeitig parallel zu entwickeln, um sie bereits im Vorfeld der Umsetzung ausgiebig zu testen. Hier kann Scrum seine Vorteile voll ausspielen und zu einer deutlich höheren Produktivität führen.

Kanban ist dann nützlich, wenn viele Aufgaben anfallen, die in kurzer Zeit zu erledigen sind. Der Produktivitätsschub ist dann enorm, nicht zuletzt auch deswegen, weil in kurzen Zeiträumen immer wieder Aufgaben abgeschlossen werden und alle Beteiligten sehen, was sich bewegt. Kanban sorgt meist auch für eine höhere Qualität der Ergebnisse, weil die Ausführenden sich auf die einzelnen Aufgaben besser konzentrieren können. Außerdem lassen sich Kanban-Regeln gemeinschaftlich den Anforderungen in der Firma anpassen.

Fazit

Wichtig beim Einsatz von Kanban oder Scrum ist es, die spezifischen Vorteile der verschiedenen Methoden gezielt zu nutzen. Es ist also sinnvoll, sich vor dem Einsatz intensiv mit den beiden Methoden zu beschäftigen und seine Mitarbeiter einzubinden. Die ersten Erfolge mit Scrum oder Kanban sorgen in der eigenen Firma dann meistens für einen enormen Motivationsschub – den Sie auf jeden Fall für sich nutzen sollten.

Die detaillierte Beschreibung beider Methoden, eine Gegenüberstellung sowie die Erläuterung, welche Methode sich für wen am Besten eignet, lesen Sie in unserem Whitepaper „Das bringen agile Entwicklungsmethoden im Engineering und Maschinenbau“.

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Dominique Stroh

Dominique Stroh geht seit über zehn Jahren in verschiedenen Beratungshäusern mit Schwerpunkt HR & Recruiting, Innovation und als selbstständige Beraterin für agile Führung und Key Account Management immer einer Sache auf den Grund: Wie sieht Führung in der Zukunft aus? Sie ist Autorin in Büchern, Wirtschafts-Magazinen und tritt hin und wieder als Speaker auf. Von der Startup Szene bis hin zu Konzernen begleitet sie Unternehmen mit agilen Ansätzen. Inzwischen ist sie Geschäftsstellenleiterin bei GULP. Auch hier sind Scrum, Design Thinking & Co. tägliches Handwerkszeug von modernem Management.